Archetyp Ausgleich

Wer oben sitzt, braucht unten ein festes Fundament, um die Balance zu halten. Dieser Archetyp enthüllt, dass Ausgewogenheit und Harmonie im Ausgleich zweier Extreme entsteht.

 

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Schon in der Form dieses Archetyps vereinen sich die Gegensätze. Oben grazil, unten wuchtig; oben hell, unten dunkel; oben beweglich, unten starr. Wer sich das Bild vom AUSGLEICH ansieht, wird feststellen, dass zwischen dem Sockel, oder Fundament und der Person, die auf ihm sitzt, eine vollkommene Übereinstimmung herrscht, trotz der gegensätzlichen Elemente von oben und unten. Das Bewegliche schmiegt sich an das Starre und beim Berührungspunkt entsteht Harmonie.

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Das Prinzip besagt, dass die Polarität dafür da ist uns zu definieren und Entscheidungen treffen zu können, wo auf der breiten Skala wir stehen wollen.
Was wäre die Politik ohne gegensätzliche Ansichten? Was geschieht, wenn zu wenig unterschiedliche Grundsätze in den Parteien erkennbar sind und alles zu einem Einheitsbrei verkommt? Plötzlich kann man nicht mehr ausmachen, auf welche Seite man sich eigentlich stellen möchte und welche Partei die eigenen Ansichten am besten verkörpert.
Ein extremer Pol ist weder gut noch schlecht, er ist einfach. Was wir aber alle nicht so wirklich wahrhaben wollen ist, dass wir die Extreme brauchen, damit Energie fließen kann und sich überhaupt etwas bewegt. Das lässt sich anhand einer Steckdose sehr gut erklären. Es ist ein Pluspol nötig, aber auch ein Minuspol, damit zum Beispiel eine Glühlampe leuchten kann. Hätten wir in der Steckdose nur zwei Pluspole, würde die Lampe niemals leuchten, genauso wenig, wie bei zwei Minuspolen. Das Eine bedingt das andere und nur durch den Ausgleich von Plus und Minus leuchtet die Glühlampe. Was uns das physikalische Gesetz hier zeigt, lässt sich auch übertragen auf unser emotionales Leben. Das heißt, wollen wir das Licht unseres Lebens entzünden, gelingt uns das, indem wir unsere persönliche Polarität immer wieder zum Ausgleich bringen und der erste Schritt beginnt damit uns der Dunkelheit bewusst zu werden. Wäre es schon hell, würde unser Licht wenig Sinn machen.

Das Zusammenspiel zweier Extreme spiegelt sich auch in der Farbgebung des Archetyps AUSGLEICH wieder. Orange ist eine warme Farbe, die wir beim Betrachten als greifbar und sehr nahe vor uns stehend empfinden. Blau wirkt dagegen sehr kalt, kaum fassbar und geht uns durch seine Tiefe beinahe verloren. In der Fachsprache nennt man dieses Farbenpaar Komplementärfarben, also Ergänzungsfarben. Sie liegen sich im Farbkreis genau gegenüber und faszinierend ist, dass unsere Augen beim Ansehen der einen Farbe, automatisch die gegenüberliegende fordern. Das können Sie selbst einmal ausprobieren. Schauen Sie sich eine Minute lang eine orange Fläche an und schließen Sie dann die Augen. Nach wenigen Sekunden erscheint die gleiche Fläche vor Ihrem inneren Auge in Blau. Mischt man diese beiden Farben im gleichen Verhältnis, entsteht ein neutrales Grau.

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Der Archetyp „Ausgleich“ als Glasbild direkt auf einer Glastür

 

 

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Archetyp : Der Ausgleich

 

 

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